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"Elektromobilität: innovative Fahrzeuge & Speichertechnologien in der Branche der Zukunft..."

Datum: 22.02.2016 | Von: ab

Neue TÜV-Vorschriften für E-Autos und Hybride

Die bereits fünfte Revision der UN ECE-R10 schreibt vor, dass Hybrid- und Elektrofahrzeuge vor der ersten Inbetriebnahme auf ihre elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) geprüft werden müssen. Dadurch soll vermieden werden, dass es zu elektromagnetisch verursachten Störungen und Ausfällen an der Bordelektronik kommt.


Diese Vorschriften gelten für herkömmliche Fahrzeuge schon seit Jahren. Mit der neuen Revision der UN ECE-R10 wird die Überprüfung jetzt den aktuellen Marktentwicklungen, insbesondere hinsichtlich der Elektroautos und Hybride, angepasst.

 Was wird nach den neuen EMV-Prüfvorschriften geprüft?

Neben dem bereits bekannten E1-Prüfverfahren schreibt die UN ECE-R10 auch die Anforderungen an das Ladesystem vor. Thomas Weber, Leiter des EMV-Labors von TÜV Nord in Hamburg, befürwortet dies. Schließlich treffen an der Steckdose Automotive und CE-Welt aufeinander. Dementsprechend müssen jetzt an der Ladeschnittstelle des Fahrzeugs zusätzliche Prüfungen durchgeführt werden. Dazu zählen die klassischen EMV-Tests:

 

  • ·         Burst
  • ·         Surge
  • ·         Harmonische
  • ·         Flicker

Ausgenommen von diesen Prüfungen sind lediglich Baugruppen, die nicht mit dem Ladesystem verbunden sind. Darüber hinaus hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bereits im letzten Jahr das E-Typ-Verfahren eingeführt, das für den Dokumentenaustausch gilt. Es soll vor allen Dingen die Umwelt schützen und gleichzeitig durch die Digitalisierung zu schnelleren Durchlaufzeiten beim KBA führen, wie Weber bestätigt.

Warum braucht es neue EMV-Prüfvorschriften?

Die neuen EMV-Prüfvorschriften für E-Autos und Hybride sind vor allem deshalb wichtig, weil die neuen, elektrifizierten Antriebsstränge noch nicht so bekannt sind, wie das bisherige 12 V Bordnetz. Dieses kann beherrscht werden, mit den neuen Antriebssträngen gelangen jedoch auch neue Komponenten ins Fahrzeug, darunter etwa

  • ·         Hochvolt-Motor,
  • ·         Frequenz-Umrichter,
  • ·         Hochvolt-Batterie,
  • ·         Ladegerät und
  • ·         Ladestecker.

 Gerade das Ladegerät und der Ladestecker stellen eine besondere Herausforderung an die Fahrzeugwelt. Mit ihnen gibt es erstmals eine galvanische Verbindung in die Außenwelt. Die Frequenz-Umrichter, die mit sehr hoher Leistung versehen sind, gelten dabei als neue, noch wenig bekannte Störquellen im Fahrzeug. Zudem entstehen hohe Spannungen und Ströme, um den Antrieb mit schnellen Transistoren zu schalten. Zudem arbeiten die Ladegeräte ähnlich Schaltnetzteilen und können daher zu einer starken Störquelle werden.

 

Neben den neuen Störquellen gibt es bei E-Autos und Hybriden auch neue Störsenken. Sie können etwa durch Einkopplungspfade entstehen. Ebenso sind die Hochvolt-Komponenten im Fahrzeug mit elektronischen Steuerungen ausgestattet, die wiederum von der vorhandenen 12 V Bordelektronik gestört werden könnten.

Um dennoch einen reibungslosen Ablauf beim Fahren mit Elektroautos oder Hybriden zu gewährleisten, sind die neuen Überprüfungsvorschriften bezüglich der elektromagnetischen Verträglichkeit eingeführt worden.

 

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